Tage der neuen Klaviermusik Graz


Three days of the Modern Piano


10. bis 12. Juni 2021
Programm +
Wettbewerb
InterpretInnen +
Veranstalter +
Impressum

Von 10. bis 12. Juni 2021 finden die ersten Tage der neuen Klaviermusik Graz statt. Das dreitägige Festival umfasst vier Konzerte, einen Kompositions- und Interpretationswettbewerb und eine feierliche Eröffnungsrede zum zeitgenössischen Schaffen im Bereich der Literatur für Klavier. Interpretiert von steirischen PianistInnen stellen wir herausragende Kunst aus der Region, neue Strömungen und innovative Ideen im Komponieren für dieses so traditionsumwobene Instrument vor.

Festivalprospekt

10. Juni 2021


Eröffnungsrede
19:30 | KULTUM

Zur feierlichen Eröffnung der ersten Tagen der neuen Klaviermusik Graz laden wir eine/n Grazer KünstlerIn ein, zur Entwicklung der Klavierliteratur im frühen 21. Jahrhundert in Form einer kritischen Rede Stellung zu beziehen. Wir wollen nicht nur einen breiten Diskurs über Ästhetik und Moden anregen, sondern die zeitgenössische Musik auch primär als das vermitteln, was sie zweifelsfrei ist und immer sein wird: spannende Materie zum Anhören, Nachdenken, Mitreden, Vorausblicken, Spekulieren.

Bagatellen
20:30 | KULTUM

Zur Emeritierung von Gerd Kühr, der mit seinem Engagement und seiner Kompositionsklasse über Jahre hinweg den international vielbeachteten Weg des Instituts für Komposition der Grazer Kunstuniversität mitgeprägt hat, entstand ein Album aus kurzen Klavierstücken, die die KomponistInnen des Instituts für Gerd Kühr geschrieben haben. Diese äußerst unterschiedlichen und höchst originellen Miniaturen bringt das KULTUM am 10. Juni zur Aufführung. Dazu gibt es natürlich auch Klavierstücke von Gerd Kühr zu hören.

11. Juni 2021


Solorecital Eduard Lanner
19:30 | KULTUM

Der steirische Pianist Eduard Lanner tritt als Solist, Kammermusiker und Klavierbegleiter auf internationalen Konzertbühnen wie auch in Rundfunk und Fernsehen in Erscheinung. Neue Musik war ihm stets ein Herzensanliegen: Er hat eine Fülle von Gegenwartsmusik zur Ur- und österreichischen Erstaufführung gebracht und auf mehreren CDs eingespielt. Anlässlich der Tage der Neuen Klaviermusik gestaltet Lanner ein Programm mit ausgewählten Solostücken, deren Schöpfer der Österreichischen Gesellschaft für zeitgenössischen Musik angehören.

Orakel der Nacht
21:00 | KULTUM

Unter dem Motto „Orakel der Nacht“ versammelt der Komponist und Festivalkurator Christoph Renhart spätabendlich ein Programm aus Klavierstücken rund um das Thema Dunkelheit. In diesem Kabinett des Obskuren und der Schatten präsentiert er zwei eigene Klavierzyklen und begibt sich auf Spurensuche nach dem Nocturne des 21. Jahrhunderts.

12. Juni 2021


Finale
19:30 | Aula der KUG

Im Finalkonzert bringen Studierende der Kunstuniversität Graz die Werke der FinalistInnen aus dem Kompositionswettbewerb zur Uraufführung. Im Anschluss daran werden die Kompositionspreise und der Preis für die beste Interpretation eines FinalistInnenwerks vergeben. Auch Sie als Publikum sind herzlich eingeladen mitzustimmen: Das bei Ihnen beliebteste Klavierstück wird mit einem Publikumspreis prämiert. Darüber hinaus rundet ein kuratiertes Programm mit zeitgenössicher Klaviermusik den Konzertabend ab.

Kompositions­wettbewerb &
Interpretations­wettbewerb


Im Rahmen des Festivals wird ein Kompositionswettbewerb ausgelobt. Der Wettbewerb richtet sich insbesondere an junge KomponistInnen und Kompositionsstudierende, deren Werke noch nicht regelmäßig in den großen Konzerthäusern präsent sind. Gesucht werden neue kurze Kompositionen für Klavier, die noch nicht öffentlich aufgeführt oder eingespielt wurden. Der Wettbewerb wird in zwei Kategorien ausgeschrieben:

Der Wettbewerb steht allen KomponistInnen unter 35 Jahren offen, die in Österreich ihren Lebensmittelpunkt haben.

Aus den anonymen Einreichungen werden je Kategorie drei FinalistInnen ermittelt. Diese von einer Fachjury ausgewählten Werke kommen beim Abschlusskonzert des Festivals durch Studierende der Kunstuniversität Graz zur Uraufführung. Im Rahmen des Konzertfinales wird neben der besten Komposition aus Kategorie A und B die beste Interpretation eines FinalistInnenwerks prämiert und ein Publikumspreis für die beliebteste Komposition vergeben.

Der Wettbewerb ist insgesamt mit € 2000 dotiert. Darüber hinaus wird ein Sonderpreis, zur Verfügung gestellt von der Universal Edition, vergeben.

Teilnahmebedingungen

Werk einreichen

InterpretInnen


Tanaka & Dziurbiel
Klavierduo
Tanaka Dziurbiuel Klavierduo (c) Silvio Rether
Klavierduo Tanaka Dziurbiel | Foto: Silvio Rether csc-kug.at

Chiemi Tanaka und Krzysztof Dziurbiel konzertieren seit 2016 als Klavierduo in Polen, Österreich und Italien und waren im österreichischen Rundfunk und im Rahmen der langen Nacht der österreichischen Kunstuniversitäten „Take Six“ in Linz zu hören. Im Mai 2019 folgten sie einer Einladung, im Musikverein Graz aufzutreten. Das Duo erhielt Preise bei internationalen Musikwettbewerben, u.a. den 1. Preis beim Martha Debelli-Wettbewerb in der Kategorie Piano Duo, den 1. Preis in der Kategorie Kammermusik beim 20. Internationalen Musikwettbewerb „Val Tidone“ in Italien, den 2. Preis (1. Preis nicht vergeben) in der Kategorie Klavier zu vier Händen beim 5. Internationalen Klavierwettbewerb „ISCHIA“ in Italien, den 1. Preis in der Kategorie Kammermusik beim 29. Europäischen Musikwettbewerb „Citta di Moncalieri“, den 2. Preis in der Kategorie Kammermusik beim Internationalen Wettbewerb „Luigi Zanuccoli“ Savignano sul Rubicone etc. Zurzeit vertiefen sie ihre Studien bei Sivan Silver-Garburg und Gil Garburg an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz.

Anton Bashynskyi
Anton Bashynskyi
Anton Bashynskyi | Foto: unbezeichnet

Anton Bashynskyi (* 1991 im ukrainischen Pology studierte an der Tschaikovsky Akademie in Kiew und in Mariupol Klavier. Vertiefende Studien führten ihn an die Hochschule der Künste Bern, an die Musikhochschule Luzern und an die Grazer Kunstuniversität (Meisterklasse von Prof. Milana Chernyavska). Darüber hinaus nahm er an Meisterkursen bei Prof Andrzej Pikul (Krakau), Bernd Glemser (Würzburg) und Klaus Hellwig (Berlin) teil. Er gewann u.a. den Sonderpreis beim Antonio Napolitano-Klavierwettbewerb in Salerno und mit dem Geiger Karol Danis zusammen den 1. Preis beim 14. Concorso Internazionale di Esecuzione Musicale "Premio Citta di Padova". 2016 brachte er ein bisher unveröffentlichtes Klavierstück des damals 10-jährigen Béla Bártok anlässlich der Präsentation der Ortschronik von St. Radegund bei Graz ebendort zur Uraufführung. Im Rahmen des Festivals „Cello Fundamento“ konzertierte er mit Aleksey Shadrin im Opernhaus von Hanoi. Er trat als Konzertpianist und Kammermusiker in Österreich, Italien, Slowenien, der Schweiz, Ungarn und in der Ukraine auf.

Stipe Bilić
Stipe Bilić
Stipe Bilić | Foto: Muzej za umjetnost i obrt, Zagreb

Der 1992 in Rijeka (Kroatien) geborene Pianist absolvierte sein Masterstudium Klavier an der Musikakademie in Zagreb (mit Ruben Dalibaltayan) sowie an der Kunstuniversität Graz (bei Milana Chernyavska). Er besuchte regelmäßig die Meisterkurse von Elisso Wirsaladze (Scuola di Musica di Fiesole, Italien). Seit 2018 absolviert er das Masterstudium Klavier-Vokalbegleitung bei Stacey Bartsch an der Kunstuniversität Graz. Stipe Bilić ist Preisträger mehrerer nationaler und internationaler Wettbewerbe. Er gewann u.a. den ersten Preis bei den nationalen Wettbewerben in Dubrovnik 2009 und 2013, den zweiten Preis beim Wettbewerb „Stefano Marizza“ in Triest 2015 sowie den ersten Preis beim internationalen Wettbewerb „Euroregione“ (Udine, 2013). Seine Auftritte führen ihn regelmäßig in mehrere Länder Europas: Neben Kroatien konzentriert er in Österreich, Slowenien, Italien, Frakreich, Polen, Belgien, Ukraien, der Schweiz und Bosnien-Herzegowina.

Eduard Lanner
Eduard Lanner (c) Land Steiermark
Eduard Lanner | Foto: Land Steiermark

Eduard Lanner (*1968 in Leoben) studierte an der Grazer Musikhochschule Klavier, Orgel und Musikpädagogik, sowie Germanistik an der Karl-Franzens-Universität Graz. Weitere Studien bei Paul Badura-Skoda an der Wiener Musikuniversität und beit Rolf-Dieter Arens in Weimar. Er konzertierte als Solist und Klavierbegleiter mit vielen bekannten Sänger/innen und Instrumentalisten wie Angelika Kirchschlager, Christa Ludwig, Stefanie Kopinits, Martina Serafin, Wolfgang Klos (Wiener Symphoniker), Josef Hell (Wiener Philharmoniker), Robert Rother (Mnozil-Brass) u.a. Sein besonderes Interesse gilt neben den Werken von Mozart, Brahms und Liszt der zeitgenössischen Musik (Uraufführungen, österreichische Erstaufführungen, mehrere CDs). Seit Jänner 2015 ist er Direktor des Johann-Joseph-Fux-Konservatoriums des Landes Steiermark. In den vergangenen Jahren setzte er als Mitinitiator und Organisator des Landesjugendsinfonieorchesters Steiermark, des Internationalen Béla-Bartók-Klavierwettbewerbs und des im Oktober 2018 erstmals ausgetragenen Internationalen Franz Cibulka Musikwettbewerbs zusätzliche Akzente.

Christoph Renhart
Christoph Renhart (c) Ben Viaperalta
Christoph Renhart | Foto: Ben Viaperalta

Christoph Renhart (* 1987 in Graz) absolvierte Studien in Komposition bei Richard Dünser und in IGP Klavier bei Annamária Bodoky-Krause und Christiana Perai an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz. Wichtige Impulse erhielt er durch Matthias Pintscher und Brad Lubman. Zu den InterpretInnen seiner Musik zählen das Tonkünstler Orchester Niederösterreich, die Jenaer Philharmonie, das Klangforum Wien, das Ensemble Kontrapunkte, das Ensemble Zeitfluss u.v.a. Seine Werke wurden von zahlreichen internationalen Rundfunkanstalten ausgestrahlt und bei mehreren Kompositionswettbewerben ausgezeichnet, zuletzt beim 66. International Rostrum of Composers in Argentinien. 2017 erschien eine Portrait CD mit Werken von Christoph Renhart in der ORF Edition „Zeitton“, 2020 seine Einspielung des Klavierzyklus‘ „XXI Orakel der Nacht I“ beim Label VMS. Seit November 2018 unterrichtet Christoph Renhart musiktheoretische Fächer an der Kunstuniversität Graz.

Veranstalter


KULTUM

Die Sparte Neue Musik im KULTUM stellt Werke vor, die künstlerisch herausragend oder in einer besonderen Weise innovativ sind. Sowohl notierte Kompositionen als auch elektroakustische und algorithmische Werke sind Teil des Konzertprogramms und werden in Form von Künstlerinnengesprächen und Programmmoderationen besprochen. Der Fokus liegt dabei auf neuen, komponierten bzw. notierten Werken, die in Graz geschrieben wurden. Demgegenüber werden auch immer wieder Klassiker der Neuen Musik gestellt. Das KULTUM arbeitet dabei eng mit exzellenten KünstlerInnen aus der Region zusammen und kooperiert mit zahlreichen Institutionen und Vereinen, die sich dem zeitgenössischen Musikschaffen widmen.

Website:
kultum.at

ÖGZM

Die Österreichische Gesellschaft für zeitgenössische Musik ist Plattform für KomponistInnen, MusikerInnen, MusikwissenschaftlerInnen, Kritiker und Musikfreunde. 1949 im Wiener Musikverein gegründet, widmete sich die ÖGZM seit damals in über 900 Veranstaltungen der Verbreitung von Musik der Gegenwart. Zurzeit umfasst der Verein rund 190 Mitglieder und veranstaltet 20 bis 25 Konzerte, Workshops und Symposien jährlich. Zu den Grundsätzen der ÖGZM zählt die Offenheit für verschiedenste ästhetische Ansätze ebenso wie die Einbindung aller Generationen.

Website:
oegzm.at

Christoph Renhart

Christoph Renhart ist seit 2017 Kurator der Konzertreihe für Neue Musik im KULTUM – Zentrum für Gegenwart, Kunst und Religion in Graz. Er initiierte u.a. 2018 das Festival tonraum21 in Graz und wirkt ehrenamtlich im Vorstand der Österreichischen Gesellschaft für zeitgenössische Musik an der Gestaltung des Konzertprogramms mit. 2015-2016 wirkte er an der Umsetzung eines internationalen Austauschprogramms zwischen Österreich und China mit Konzerten im Wiener Konzerthaus und der Grazer Helmut List Halle mit.

Website:
chrenhart.eu

Kunstuniversität Graz

Die Universität für Musik und darstellende Kunst Graz – kurz Kunstuniversität Graz – mit ihren rund 2.300 Studierenden in Graz und Oberschützen ist eine international renommierte Ausbildungsstätte. An 17 Instituten, zwei Doktoratsschulen und einem Zentrum für Genderforschung bietet sie hochqualifizierte Lehre und Forschung bzw. Entwicklung und Erschließung der Künste. Die im Herzen Europas gelegene Universität verbindet auf einmalige Weise österreichische Tradition in Musik und darstellender Kunst mit einer richtungsweisenden zeitgenössischen Positionierung. Im Zentrum der täglichen Arbeit der Kunstuniversität Graz und aller Mitarbeiter_innen stehen die Studierenden. Die Universität verbindet dabei scheinbar Gegensätzliches, woraus sich ein „Zusammenspiel“ als Grundprinzip ergibt, das das eigene Profil in allen Bereichen ihres Wirkens bestimmt. Dazu zählen: Universität UND Gesellschaft, Kunst UND Wissenschaft, Lehre UND Forschung bzw. Entwicklung und Erschließung der Künste (EEK), Praxis UND Reflexion, Tradition UND Moderne, Regionales UND Internationales.

Website:
kug.ac.at